Als Ersatz für die August-Ausfahrt trafen wir uns auf ein letztes Caprianer-Wochenende in Mikulov (CZ) - organisiert von
unserem Vize Sylvester und seiner Freundin Susi (ZUZI :-) ) Da es keine allzu weite Anreise ist, Mikulov ist die erste Stadt gleich
nach der Grenze Drasenhofen, hatten wir ,,gleitende'' Anfahrten - d.h. wie der Beruf (bzw. die Schule) es zuließ, trafen wir uns
gleich in unserem Quartier, der Pension Garni u Svateho Urbana (Zum Heiligen Urban). Nach der allgemeinen Begrüßung von
Mensch und Tier (Inge und Christine hatten diesmal ihre uuursüßen Hündinnen dabei), einer genauen Fahrzeugbegutachtung und
Fachsimpelei, bezogen wir zuerst einmal unsere Zimmer und machten uns dann (mittlerweile war der Hunger doch schon da) auf, in das nahe gelegene,
zur Pension gehörende Restaurant. Das Lokal bzw der Saal in dem wir waren, wartete mit einem tollen Ambiente auf, denn es erinnerte
mit dem steinernen Gewölbe, den massiven Holztischen und seiner Einrichtung sehr an eine ,,Rittertafel'' in einer Burg.
Dort kamen dann auch als letzte (na ja, sie haben ja auch den kürzesten Anfahrtsweg :-) ) unsere Organisatoren
Sly und Susi dazu. Ein bisschen chaotisch gestaltete sich das Abendessen dann, weil die Kellner (man sollte es zwar nicht glauben, 300 Meter
nach der Grenze), nur sehr wenig bis gar nicht Deutsch verstanden bzw. sprechen konnten und auch anscheinend ihre eigenen Gerichte nicht
kannten, aber irgendwie hatte am Schluß die Hälfte der Leute das, was sie bestellten und die anderen fanden sich halt, unter leisem Protest,
mit dem ab, was sie bekamen... oder auch nicht...denn das Steak vom Präsi Walter war leider nicht medium sondern durch...
Trotzdem wurden wir alle satt - und von einem anstrengendem Arbeits-, Pensionisten- oder Schultag dann doch auch schon müde und darum
machte sich ein Großteil von uns alsbald von dannen, um für den nächsten Tag fit zu sein.
Am nächsten Tag waren wir nach einem ausgiebigen Frühstück bereit die Ruine Divci Hrad (Burg Devicky) bei Pavlov zu erklimmen. Und in Bestätigung von Peter's
Meinung über Käfer, brauchte (T)Ernstl's gleich etwas Starthilfe mittels geballter Manneskraft :-) Es hieß zwar, es seien ,,nur ein paar Minuten'' zu gehen, jedoch gestaltete
es sich zu einer richtigen Wanderung, vorbei an zukünftigen ,,Martinigansl'n'', durch einen, leider etwas regnerischen, aber wunderschönen Herbstwald. Oben angekommen wurde uns leider die Aussicht,
auf die wir alle gehofft hatten, durch eine dicke Nebelsuppe genommen und so machten wir uns, nach einer kurzen Umgebungserkundung wieder auf den Weg abwärts. Was
ein bisschen schade war ist, dass die Beschilderungen der Ruine und auch sonst nur auf tschechisch waren. Dann ging es zum Mittagessen in ein Restaurant beim Thayastausee Nove Mlyny.
Hier gab es ein ausgezeichnetes Mittagsmenü, das noch dazu äußerst billig war. Nach dem Essen besorgten sich einige von uns noch einen Sturm - denn ähnlich wie
in der Steiermark - stehen hier die Leute bei den Bauern am Straßenrand und verkosten bzw kaufen sich diesen dort gleich. Maroni gibt's leider keine dazu :-)
Danach fuhren wir zurück in unser Quartier, stellten unsere Oldies ab und einige von uns schlenderten vor dem Abendessen noch durch die Stadt oder erholten sich ein
bisschen am Zimmer. Um 17h30 (ca) trafen wir uns dann wieder in unserem ,,Burggewölbe´´ zum Abendessen und zur anschließenden Weinverkostung. Diesen Abend aber hatten wir, Dank der ,,eindrucksvollen''
Interventionen von Susi beim Chef des Lokals betreffend des Vorabends, einen SUPER-KELLNER und alles klappte wie am Schnürchen (auch die Steaks waren
,medium'). Bei der anschließenden Weinverkostung wurden wir etwas mit der Anbaukultur in dieser Region und in Tschechien vertraut gemacht-und ein paar Weine waren
wirklich ,,vollmundig'', wie man so schön sagt - also nix für unsere ,,Leichtweinsusi'' :-) Dann wurde noch angeregt getratscht, gelacht und Witzchen erzählt, aber um ca 23h30/24h gaben wir w.o.
und trabten langsam wieder quartierwärts.
Und schon war der letzte Tag angebrochen. Nachdem wir alle gefrühstückt, gepackt und bezahlt hatten machten wir uns auf, um das Schloß in der Stadt zu besichtigen. Dieses ist wirklich beeindruckend
groß und wunderschön und wir wurden auch mit einem ,,nebelfreien'' Ausblick belohnt. Im Schloß selbst werden verschiedenste Führungen angeboten-wir entschlossen uns die
,,Weinführung'' zu machen. Dies alten Weinpressen waren schon sehr beeindruckend, aber noch beeindruckender war das zweitgrößte Weinfaß Europas (das größte befindet
sich in Halberstadt (D)). Fassungsvermögen ca. 101.000 Liter.... Da kummt ma scho a bissal aus damit :-) Unsere ,,Führerin'' erklärte uns alles sehr genau -auf tschechisch- aber Dank
unserer eigenen Dolmetscherin Susi verstanden wir es auch. Nach der Besichtigung machten wir noch einen Kaffee-Stop am Hauptplatz und dann ging's auch schon
wieder heimwärts. Ein paar fuhren gleich Heim-einige machten noch einen Halt in Gaweinstal zu einem wirklich ausgezeichneten Mittagessen-aber dann war die
Ausfahrt leider wirklich zu Ende.
Wie immer verging dieses Wochenende wieder viel zu schnell-aber das nächste folgt bestimmt !!
Vielen Dank an dieser Stelle an SYLVESTER und SUSI für die Organisation dieser tollen Ausfahrt!!
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